raumfarbe.ch

höhere fachschule für farbgestaltung
2. jahr: modul farbe im innenraum
neugestaltung innenräume seilbahn biel - évilard, biel/bienne

ausgangslage/einleitung: eine eigene innere welt

die drei stationen der seilbahn biel - evilard sind vom baustil her sehr unterschiedlich. chalet-stil und die moderne der 20er und 30er jahre sind gleichermassen zu sehen. geht man durch türen oder tore, dann wird der zweck des besuches vereinheitlicht. als nutzer der bahn suche ich die verbindung nach unten oder oben und bleibe in dieser welt, bis ich sie an der endstation meiner kurzen reise verlasse. ein stück innenraum in biel, welche durch das zugseil verbunden ist. beim nachforschen über nicht sichtbare innere charakteristika (im sinne von bezeichnenden und hervorstechenden eigenschaften) der stadt biel, bin ich auf das buch von kurt derungs „mythen & kultplätze im drei-seen-land“ gestossen. die römerquelle gleich neben der talstation der seilbahn und der zwölfistein sowie der kindlistein, sind orte in unmittelbarer umgebung der bahn, welche sich auf die reiche mythologische vergangenheit der region beziehen. diesen mythologischen bezug ins verbindende farbkonzept des funiculaire aufzunehmen, wurde zur idee meines farbkonzeptes.

farbkonzept: von belena zu biel/bienne

der name biel-bienne stammt vom namen der stadtgöttin belena ab. ihr ist auch die römerquelle geweiht. der ursprung der göttinnenkultur im drei-seen-land findet sich in der bronzezeit (2100-800 v. chr.). der weisse jurakalkstein weist eine matriarchale landschaftsmythologie auf, welche viele legenden und kultplätze birgt, ähnlich wie die gegend der weissen kalkfelsen in südengland. die drei wichtigsten aspekte der göttin führen zu meinem farbkonzept: eine mythologische verbindung oder die drei aspekte der göttin.
das zugseil ist mythologisch übersetzt der fruchtbare schoss, welcher zur frau und zum roten aspekt der göttin (rote thela-zihl) gehört. die hülle darum herum in form der Stationen ist einerseits boden und perron, übersetzt auch die unterwelt, er gehört der schwarzen greisin, auch schwarze ana genannt. der weissen belena hingegen entsprechen w ände und decken, welche hell und luftig wie ihr zugehöriges element der himmel sind und mit dem weissen aspekt als reflektionsfläche für das kraftvolle geschehen darunter fungieren.

unterstützendes lichtkonzept:

mein farbkonzept wird mit lichtakzenten unterstützt. der fokus liegt auf der ausleuchtung des roten putzgrabens, welcher rot leuchtend die hauptrolle erhält und bei der anfahrt schon von weitem sichtbar ist. das trassee, welches physisch untergrund des zugseiles ist und so die verbindung manifestiert, soll ausserdem spürbar gemacht werden. eine lichterkette macht die fahrt sichtbar und wird auch tagsüber in den tunnels sichtbar. über die hälfte der strecke d.h. mehr als 500 der total 930m langen strecke verlaufen in tunnels. auf die fahrt eingestimmt wird bereits in den wartezonen, wo gezielt lichtelemente und reduzierte farbe zum einsatz kommen.

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